Meine neuen Pflanzen

Meine neuen Pflanzen

 

In Ihrem Garten wurden Pflanzarbeiten durchgeführt. Wenn Sie sich entschieden haben, die Anwachspflege durch uns durchführen zu lassen, können Sie dieses Kapitel getrost überschlagen. Sollten Sie die Pflege selbst durchführen, hilft Ihnen diese Kurz-Info, damit Sie viel Freude an Ihren Pflanzen haben.

 

Gleich welche Pflanzen wir bei Ihnen gepflanzt haben, alle Pflanzen benötigen zum Anwachsen Pflege. Diese fällt je nach Art und Ausführung (Qualität) unterschiedlich aus.

Bäume

Bei Bäumen ist die Pflege vor allem von den Faktoren abhängig, in welcher Ausführung die Bäume eingepflanzt worden sind, ob immergrün oder nicht und zu welchem Zeitpunkt gepflanzt wurde. Man unterscheidet Wurzelware (ohne Ballen), Ballenpflanzen (mit gestochenem Ballen) und Containerware (in einem "Topf"). Bei allen diesen Ausführungen gilt, der Boden wurde von uns vorbereitet, der Pflanzschnitt durchgeführt und der Baum verankert (meist mit Pfählen).

 

 


Bäume ohne Ballen benötigen naturgemäß die meiste Pflege. Wie alle anderen Pflanzen wurden Sie von Ihrem Standort entnommen, wobei sich Licht-, Boden-, evtl. sogar Klimaverhältnisse geändert haben. Im Gegensatz zu Ballen- oder Containerpflanzen müssen sie jedoch ganz von vorne anfangen. Die zunächst verbindungslosen Wurzeln müssen in den Boden einwurzeln und die Versorgung des gesamten Baumes gewährleisten. Hierbei braucht der Baum Ihre Hilfe. Da der Baum noch nicht im Boden verwurzelt ist, leidet er besonders unter Trockenheit. Er kann noch nicht auf tiefer liegende Feuchtigkeit zurückgreifen und auch die Faserwurzeln sind noch nicht so entwickelt, dass er über die Reserven der Umgebung verfügen kann. Die Pflanzung hat in der Vegetationsruhe stattgefunden, sodass ihre Pflege erst beginnt, wenn der Baum im Frühjahr zu treiben beginnt. In Trockenphasen sollten Sie auf jeden Fall wässern. Die Wassermenge sollte so bemessen sein, das der Baum einige Tage damit auskommt. Bei stark bindigen Böden, bei denen das Wasser nicht abfließen kann, achten Sie bitte auf stehende Nässe. In diesem Fall das Wässern sofort einstellen, bis der Boden nicht nur oberflächig abgetrocknet ist. Neben der Wässerung ist besonders auf die Verankerung zu achten. Sollte sich die Verankerung gelockert haben, ist sie zu erneuern oder nachzuarbeiten. Die Wurzeln des Baumes bilden kleine Wurzeln, die in den Boden eindringen. Wenn die Verankerung lose ist, bewegt sich der Baum bei Wind zu stark und die kleinen Wurzeln werden immer wieder abgerissen. Die Verankerung ist nicht nur dafür da, damit der Baum nicht umfällt, sie hat auch für die Wurzeln eine enorm wichtige Funktion.

 

Wir haben an ihrem Baum zur Pflanzung sowohl den Wurzel-, als auch den Kronenschnitt durchgeführt. Sollte Ihr Baum dennoch nicht kräftig durchtreiben, so ist die Krone noch einmal zurück zu schneiden. In diesem Fall sind die Wurzeln nicht in der Lage, den Baum ausreichend zu versorgen. Mit dem Schnitt stellen Sie das Gleichgewicht des Baumes zwischen Krone und Wurzelbereich wieder her. Es kann auch vorkommen, dass einzelne Zweige absterben. In diesem Fall sind diese mit einem glatten Schnitt sofort zu beseitigen, damit der Baum für Krankheiten keine Angriffsflächen bietet. In der Phase nach der Pflanzung ist der Baum verständlicherweise am anfälligsten für Krankheiten, da er durch das Umpflanzen geschwächt wurde (siehe Standortwechsel, Wurzelbildung). Der Boden im Kronenbereich sollte wildkrautfrei gehalten und zusätzlich regelmäßig gelockert werden. Wildkrautfrei deshalb, damit dem Baum keine Wurzelkonkurrenz bezüglich Raum, Nährstoffe und Wasser entsteht. Die Auflockerungen sind notwendig, damit das Regenwasser im Boden versickern kann und nicht oberflächig abläuft. Günstig wirkt sich hierbei eine Mulchschicht aus. Bei der Pflanzung haben wir den Boden zwar mit einem Langzeitdünger versehen, nach dem Austrieb empfiehlt sich jedoch eine Düngung mit einem sofort wirksamen Dünger zur Stärkung des Baumes. Diese Dünger sind im Gartenfachhandel und in Gartencentern zu beziehen. Der dortige Händler berät Sie sicher gern.

 

Bäume mit Wurzelballen. Diese Bäume wurden mit einem so genannten Wurzelballen gepflanzt. Das Anwachsen fällt diesen Bäumen leichter, da sie sich nicht an einen komplett neuen Boden gewöhnen müssen. Jedoch wurden bei dem so genannten Ballieren einige Wurzeln abgetrennt, die sich nun wieder neu bilden müssen, um den Baum im Boden zu verankern und um Wasser und Nährstoffe aus dem Umfeld zu beziehen. Anwachspflege ist gleich der, wie bei ballenlosen Bäume. Bäume mit Wurzelballen müssen jedoch sofort kräftiger durchtreiben. Bei immergrünen Bäumen, sollten Sie jedoch bei längeren Trockenphasen auch im Winter wässern (sofern kein Frost ist), da diese Bäume auch in dieser Zeit Wasser über ihre Blätter oder Nadeln verdunsten.

 

Bäume im Container. Dieser Bäume wurden in einem Container (großer Topf) herangezogen. Bei der Pflanzung in Ihren Garten erlitten Sie keinen Wurzelverlust. Hierdurch fällt ihnen das Anwachsen besonders leicht und Sie werden sofort viel Freude an Ihrem Baum haben. Durch die veränderten Standortbedingungen, kann es jedoch auch hier zu Schwächephasen kommen, bis sich der Baum an die neuen Verhältnisse gewöhnt hat. Auch hier ist die Pflege wie bei ballenlosen Bäumen durchzuführen, jedoch ist Ihr Baum viel robuster. Bei immergrünen Bäumen, sollten Sie jedoch bei längeren Trockenphasen auch im Winter wässern (sofern kein Frost ist), da diese Bäume auch in dieser Zeit Wasser über ihre Blätter oder Nadeln verdunsten.

 

Pflanzschock. In seltenen Fällen können Bäume einen Pflanzschock bekommen. Sie treiben zunächst im Frühjahr aus, werfen aber dann unverhofft alle Blätter ab. In diesen Fällen heißt es, Ruhe zu bewahren. In den meisten Fällen unternehmen die Bäume einen zweiten Versuch und treiben nach einiger Zeit erneut aus. Das Verlassen des alten Standortes und die Anpassung an die neue Umgebung waren einfach zu viel für den Baum. In dieser Zeit braucht Ihr Baum besonders viel Pflege, um Kraft zu haben, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.


Sträucher

Bei Sträuchern liegen eigentlich die gleichen Verhältnisse vor wie bei Bäumen. Es gibt sie als ballenlose Pflanzen, als Ballenware und im Container (Topf). Sie leiden genauso wie die Bäume unter den veränderten Standortbedingungen. Auch hier haben die Sträucher ohne Ballen die ungünstigeren Anwachsbedingungen und die im Container gezogen Pflanzen die besten. Wir empfehlen ...  

...bezüglich des Wässerns, der Bodenbearbeitung, ggf. Verankerung, Trockentriebbehandlung und Düngung wie bei den Bäumen zu verfahren. Auch hier kann es zu einem so genannten Pflanzschock oder zu einem sog. Johannnistrieb kommen. Johannistrieb heißt, dass der Strauch nicht im Frühjahr austreibt, sondern erst im Frühsommer. Auch bei Sträuchern gilt, dass immergrüne Pflanzen im Winter in Trockenperioden gewässert werden sollten (sofern kein Frost ist), da sie auch in dieser Zeit über ihre Blätter oder Nadeln Wasser verdunsten.

 

Stauden

Stauden werden in der Regel in gut durchwurzelten Töpfen angeliefert und von daher mit einem Wurzelballen gepflanzt, der ihnen das Anwachsen leicht macht. Sie leiden auch nicht besonders unter den veränderten Standortbedingungen, da sie meist erst im selben Jahr gezogen wurden. Weil sie jedoch über einen sehr kleinen Ballen verfügen sind sie von der Austrocknung der obersten Bodenschichten am stärksten betroffen.

Bei Stauden ist von daher besonders auf regelmäßige Bewässerung zu achten. Wir empfehlen die Stauden auch im ersten Jahr zweimal zu düngen, da die meisten Dünger schnell aus der oberen Schicht ausgewaschen werden. Hierbei sollte besonders darauf geachtet werden, dass der Dünger ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis hat, bei dem der Stickstoffgehalt nicht zu hoch ist. Von Stauden erwarten wir Blüten- oder Blätterpracht und Stickstoff ist ein reiner Wachstumsdünger, der die Pflanzen zwar schnell wachsen lässt, sie aber dadurch "schlapp" macht und der Blütenpracht nichts bringt. Ebenso ist gerade bei Stauden auf die regelmäßige Lockerung des Bodens zu achten, damit zum einen der anfallende Niederschlag langsam in den Boden eindringen kann und zum anderen die Unterbrechung der Kapillarröhren eine schnelle Austrocknung tieferer Schichten verhindert. Wildkräuter sind die größte Konkurrenz für Ihre Stauden und sind aus diesem Grunde ständig zu entfernen. Sie konkurrieren mit Ihren Stauden um Wasser, Nährstoffe und gar um den gesamten Standort. Auch hier ist eine Mulchschicht zum Schutz des Bodens und zum Schutz vor Wildkräutern empfehlenswert. Sollten Sie kein ausgesprochener Staudenkenner sein, so ist es ratsam, die meist mitgelieferten Schilder solange stecken zu lassen, bis Sie Ihre Stauden gut kennen. Oft sehen Wildkräuter und Stauden im Austrieb ähnlich aus, so dass es häufig zu Verwechslungen kommt und fälschlicherweise Stauden statt Wildkräuter entfernt werden.

 

Wir wünschen Ihn viel Freude mit Ihren neuen Pflanzen.