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Von Beruf Landschaftsgärtner

Gute Perspektiven für Schulabgänger

 

Endlich Frühjahr, endlich wieder Basketball im Freien und neue Tricks mit dem Skateboard. Der reizvollen Macht des Frühlings kann sich keiner entziehen, und während die einen die ersten Steaks im Stadtpark grillen, betätigen sich die anderen zupfend und pflanzend im Garten. Sonnenhungrige regen sich überall: entlang der Schaufenster, in den Eiscafes und als Jogger im Wald. Wer mit offenem Blick durch die Stadt geht, sieht außerdem viele Landschaftsgärtner bei ihrer Arbeit. Sie schneiden das an Hauswänden zu üppig gewachsene Efeu, gestalten einen Dachgarten neu, pflegen den Rasen des Fußballfeldes, reinigen den Teich im Park, bessern Pflaster aus, bepflanzen Verkehrsinseln und bringen den großen Laubbaum auf dem Schulhof in Form. Ganz schön abwechslungsreich, was sie so tun! Der vielseitige und kreative Umgang mit der Natur reizt darum auch immer mehr Jugendliche, den Beruf des Landschaftsgärtners zu ergreifen. Kein Wunder: Die Zukunftsaussichten sind ausgesprochen gut und auch die Weiterbildungsmöglichkeiten von der Meisterschule bis zur Universität sind attraktiv.


Wetterfeste Praktiker

 

Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) brauchen neben Sinn für die Schönheit der Natur, vor allem technisches Geschick und mathematisches Verständnis. Die Arbeit als Landschaftsgärtner ist nichts für Stubenhocker. Gärtnern heißt nämlich, Wind und Wetter zu trotzen und kräftig anzupacken – ob per Hand oder mit Maschinen, wie der Motorsäge oder dem Nivelliergerät. Auszubildende im GaLaBau lernen in ihrer dreijährigen Ausbildung alle Facetten des Berufes kennen. Ihnen wird gezeigt, wie Bäume gefällt und Wurzeln gerodet werden und wie man Erdarbeiten und Entwässerungsmaßnahmen durchführt. Sie lernen Gärten zu gestalten mit Bäumen, Terrasse, Wegen, Hecken, Sträuchern, Rasen und farbenfrohen Beeten, Mauern und Treppen zu bauen, Teiche anzulegen und auch Traumgärten fachgerecht zu pflegen. Die Ausbildung zum Landschaftsgärtner verläuft auf zwei Ebenen: Im Betrieb lernen die Auszubildenden die gärtnerische Praxis von der Pike auf kennen und in der Berufsschule erhalten sie theoretischen Unterricht. Auf dem Stundenplan stehen zum Beispiel Pflanzenkunde, Technik und Mathematik. In überbetrieblichen Lehrgängen werden weitere Kenntnisse vermittelt, wie zum Beispiel die Verarbeitung von Naturstein.

 

Alternativen nutzen

 

Für Schulabgänger ist es nicht leicht, sich angesichts der großen Anzahl möglicher Ausbildungsberufe den nötigen Überblick zu verschaffen und einen Beruf zu finden, der auch zu ihnen passt. Häufig entscheiden sich ganze Jahrgänge nur für eine Handvoll Lehrberufe, weil sie gar nicht wissen, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt. Dementsprechend groß ist die Konkurrenz, denn viele Jugendliche bewerben sich auf ein und denselben Ausbildungsplatz. Es lohnt sich daher, auch einmal über den Tellerrand zu blicken: Bestimmte Anforderungen werden zugleich in den unterschiedlichsten Berufen gestellt, d. h. wer sich gerne körperlich richtig auspowern möchte, kann dies in verschiedenen handwerklichen Berufen oder als Landschaftsgärtner tun. Ratsam ist auf alle Fälle, vorab immer mindestens ein Praktikum im Wunschberuf zu machen, denn erst dann kann man richtig einschätzen, wie der Alltag eines Berufes aussieht und ob man dafür wirklich geeignet ist. Wer Interesse am GaLaBau hat, darf sich über gute Aussichten freuen, denn die Experten für Garten und Landschaft sind begehrte Fachkräfte: In Deutschland gibt es knapp 16.500 GaLaBau-Betriebe, in denen ungefähr 95.300 Menschen arbeiten, den Beruf lernen über 6.700 Auszubildende. Dazu steigt auch die Wertschätzung ihrer Arbeit bei Gemeinden, Kommunen, Ländern, Industrie und Privatleuten, die mehr Gefallen an gepflegten Rasenflächen, Wiesen, Bäumen und Blüten finden, als an grauen Betonwüsten und verwilderten Verkehrsinseln. Also: Alle Schüler, die ihr Büro gerne im Freien hätten, körperlich belastbar und handwerklich begabt sind, sollten sich die Frühlingsarbeiten der Landschaftsgärtner einmal genauer ansehen – oder einen von ihnen einfach ansprechen: Denn die kommenden Sommerferien sind ideal für ein Praktikum und im GaLaBau gibt es immer viel zu tun!

 

BGL